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Zu viel Babyspeck ist ungesund.

Erst fetale Makrosomie, dann Adipositas. In vielen Industrieländern wiegt heute jedes zehnte Neugeborene über 4500 Gramm und leidet somit unter fetaler Makrosomie. Darunter versteht man die unverhältnismäßige Größe von Körperteilen oder Organen, die große Risiken birgt: Sei es die Gefahr von Verletzungen bei der Geburt oder ein lebenslang hohes Risiko, an Adipositas oder Typ 2 Diabetes zu erkranken. Ursachen dafür sind eine leichte Gestationsdiabetes der Mutter oder einfach Übergewicht: Der Fötus erhält zu viel Glucose und produziert zu viel Insulin, das den Aufbau von Fettgewebe stimuliert.

Häufige Hungergefühle ein Leben lang. Die erhöhte fetale Insulinproduktion führt auch zu einer weiteren gefährlichen Entwicklung. Denn die Region im Gehirn, die für das Sättigungsgefühl verantwortlich ist, wird nur schwach entwickelt. Die Folgen sind häufig lebenslange Hungergefühle, die das Risiko von Diabetes und Adipositas noch zusätzlich steigern. Fetale Makrosomie im Mutterleib zu diagnostizieren, ist schwierig, da vom Ultraschallbild keine korrekten Schlüsse auf das Gewicht des Fötus gezogen werden können. Zuverlässig ist – neben ständiger Gewichtskontrolle – nur die Messung des Leibesumfangs der Mutter und des Symphysen-Fundus-Abstands.


In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der übergewichtigen Neugeborenen in Deutschland um 20%.
  • In vielen westlichen Industrieländern leidet heute jedes zehnte Neugeborene unter fetaler Makrosomie.
  • Anzeichen für eine fetale Makrosomie ist ein Leibesumfang von über 110 cm und ein Symphyse-Fundus-Abstand von über 40 cm in der 40. Schwangerschaftswoche.